Lebensgefahr & Akuter Notruf
Wenn die Welt ins Wanken gerät
Es gibt Momente im Leben, in denen der emotionale Schmerz, die Angst oder der Druck so überwältigend werden, dass der nächste Schritt unklar scheint. Bitte wissen Sie: Was auch immer Sie gerade bewegt – es ist absolut richtig und mutig, sich jetzt Unterstützung zu suchen. Sie müssen diesen Weg nicht alleine gehen.
Wichtiger Hinweis: Als psychotherapeutische Praxis kann ich keine 24-stündige Notfallbetreuung leisten. Wenn Sie sich in einer akuten, lebensbedrohlichen Krise befinden, wenden Sie sich bitte sofort an die unten genannten Stellen. Diese sind rund um die Uhr für Sie erreichbar.

Telefonseelsorge
Ein geschützter Raum für absolut jedes Thema. Hier hört Ihnen jemand zu – wertfrei und einfühlsam.
Telefon:
0800 111 0 111 oder
0800 111 0 222
Online:
online.telefonseelsorge.de
(Chat- und Mailberatung)

Krisenkompass
Konkrete Beratung beim Verdacht auf oder in depressiven Krisen – auch für Angehörige.
Telefon:
0800 33 44 533
App-Tipp:
Die App „KrisenKompass“ bietet strukturierte Soforthilfe direkt auf Ihrem Smartphone.

Nummer gegen Kummer
Spezielle Anlaufstellen für die Sorgen von jüngeren Familienmitgliedern und Erziehenden.
Kinder- & Jugendtelefon:
116 111
(Mo–Sa, 14–20 Uhr)
Elterntelefon:
0800 111 0 550
(Mo–Fr vormittags, Di+Do nachmittags)

Ärztlicher Bereitschaftsdienst
Wenn die psychotherapeutische Praxis geschlossen ist, Sie aber dringend ärztliche oder psychiatrische Beratung benötigen:
Telefon:
116 117
(Bundeseit ohne Vorwahl. Sie werden automatisch an den nächsten ÄBD-Arzt vermittelt, z.B. in Bad Vilbel/Karben oder Frankfurt).

Akut Kliniken
Für Bad Vilbel (Wetteraukreis):
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie Friedberg
Tel: 06031/8940
Für den angrenzenden Raum Frankfurt
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie am Bürgerhospital Frankfurt: Nibelungenallee 37-41, 60318 Frankfurt
Tel: 069/15000

Psychiatrischer Notdienst
Für Menschen in Frankfurt und der unmittelbaren Umgebung, die sich in einer akuten seelischen Krise befinden.
Telefon:
069/610342
(Bürgerinstitut Frankfurt)
Erreichbar:
Mo–Fr 18:00–23:00 Uhr, Sa/So/Feiertage 09:00–23:00 Uhr
Erste Schritte zur inneren Ruhe: Was Sie jetzt für sich tun können
In Momenten extremer emotionaler Anspannung oder akuter Angst zieht sich unsere Wahrnehmung oft wie in einem Tunnel zusammen. Das Gefühl, der Situation hilflos ausgeliefert zu sein, kann überwältigend wirken. Doch auch wenn es sich in diesem Augenblick nicht so anfühlt, Sie sind Ihren Emotionen nicht schutzlos ausgeliefert. Ihr Nervensystem reagiert gerade auf eine enorme Belastung und Sie können es aktiv dabei unterstützen, wieder in einen sicheren Zustand zurückzufinden.
Die folgenden Impulse sind wie ein emotionaler Erste-Hilfe-Kasten zu verstehen. Sie basieren auf bewährten psychologischen Techniken und zielen darauf ab, das rasende Karussell der Gedanken sanft zu stoppen, Ihren Puls zu senken und Sie Schritt für Schritt zurück ins Hier und Jetzt zu holen. Nehmen Sie sich einen Moment Zeit, atmen Sie aus und wählen Sie ganz intuitiv die Übung aus, die Sie in diesem Augenblick am ehesten anspricht. Beginnen Sie ganz behutsam.

Wenn die Gedanken rasen, hilft der Körper dem Geist. Versuchen Sie die 4-7-8-Atmung:
Atmen Sie 4 Sekunden lang tief durch die Nase ein. Halten Sie den Atem für 7 Sekunden an. Atmen Sie dann 8 Sekunden lang langsam und hörbar durch den Mund aus.
Wiederholen Sie diesen Zyklus, bis Sie spüren, dass sich Ihr Puls etwas beruhigt.

Lenken Sie Ihren Fokus radikal auf Ihre aktuelle Umgebung, um das Gedankenkarussell zu unterbrechen. Benennen Sie ganz bewusst:
5 Dinge, die Sie gerade sehen können.
4 Dinge, die Sie körperlich spüren (z. B. den Boden unter den Füßen).
3 Dinge, die Sie gerade hören.
2 Dinge, die Sie riechen können.
1 Sache, die Sie schmecken können oder eine positive Eigenschaft an sich selbst.

(Der physische Impuls)
Manchmal benötigt das Nervensystem ein starkes Signal, um aus einer emotionalen Schleife auszubrechen. Waschen Sie Ihr Gesicht mit eiskaltem Wasser, öffnen Sie das Fenster und atmen Sie die frische Luft tief ein, oder bewegen Sie sich kurz kraftvoll (z. B. die Hände fest zusammenpressen oder auf der Stelle auftreten).


